April102012

Zurzeit arbeite ich bei H&M. Ich räume anprobierte Kleidungsstücke an ihren ursprünglichen Ort, räume und fülle auf, berate auf Wunsch auch Kunden. Seit einiger Zeit stehe ich auch hinter der Kasse. Doch scheinbar tagtäglich stell ich mir immer wieder dieselben Fragen:

#1: Wieso ziehen Frauen ihre Kleidung so aus, dass sie hinterher auf links liegt?

Es ist einfach sinnlos. Schließlich geht es auch simpler und ugefähr die Hälfte der Menschheit (Männer) beherrscht diese Methode. Frauen machen sich (und mir) damit nur unnötig mehr Arbeit. Aber daran wird natürlich kein Gedanke verschwendet.

#2: Wieso tun Kunden ihre Kleidung nie so zurück, wie sie sie vorgefunden haben?

Für mich ist es selbstverständlich, sorgfältig mit Eigentum anderer Personen umzugehen, ganz egal, ob ich mir was ausleihe oder im Geschäft Waren angucke. Selbst wenn ich zu meiner Schwester gehe, um sie etwas zu fragen, schließe ich nicht konsequent die Tür oder lasse sie offen, nein. Ich versetze sie in den Zustand, in dem ich sie vorgefunden habe, bevor ich das Zimmer betreten habe. Denn wenn der Zustand bereits so herrschte, ist die Annahme, dass jener Zustand der Gewünschte ist, sehr wahrscheinlich.

Nein, Kunden hinterlassen Dinge am falschen Ort, auf dem Boden, unordentlich, auf einem falschen Bügel oder lassen es ganz einfach in der Kabine liegen. Wozu sich die paar Sekunden Mühe geben. Sollen sich doch andere darum kümmern, ist ja schließlich nicht deren Aufgabe und die Verantwortlichen werden dafür bezahlt. Aber wenn man es ihnen gleich tun würde, wären sie ebenso wütend.

#3: Wieso werfen einige Kunden die von ihnen ausgewählte Ware einzeln auf den Kassentresen?

Das Durcheinander, das dabei entsteht, ist weder für den Kassierer noch für die Kunden produktiv. Kleiderbügel verhaken sich, Preisschilder müssen erst gesucht werden, ebenso Sicherungsmagnete. Und dann beschweren, dass alles zu lange dauern würde.

Und mit welchen zehn Händen machen die das bitte? Wenn ich Kleidung einkaufe, halte ich alle Kleiderbügel in einer Hand. Komme ich zur Kasse, lege ich den Stapel einfach ab und er ist bestens sortiert.

#4: Wieso benötigen einige Kunden meine Hilfe dabei, ihre Größe zu finden?

Was ist so schwierig daran, jedes Kleidungsstück nach der Größe zu prüfen? Wieso machen die es nicht selbst? Als Verkäufer kümmer ich mich um die Verkäufer-Parts eines Einkaufs, da muss ich nicht auch einen Part des Kunden übernehmen.

#5: Wieso fragen Kunden mich, wo im Haus denn Kinderkleidung/Herrenmützen/… zu finden sind?

Wenn man den Laden betritt, fällt einem als allererstes die Rolltreppe auf. Vor der Rolltreppe steht ein großes Schild, in welcher Etage was zu finden ist. Aber nein, der gewiefte Kunde läuft gezielt blindlings daran vorbei, steuert auf die Kasse zu und fragt den genervten Kassierer aus.

12AM

Zeitreise

Halbdunkles Zimmer. Passives, warmes Licht scheint von der Wand. Es erleuchtet Seiten. Seiten, die nicht eine, sondern zwei Geschichten erzählen. Einerseits die im klassischen Times New Roman gehaltenen Worte, die in der eigenen Fantasie eine Welt voller Möglichkeiten entfalten, an die die reale Welt nie herankommen wird. Und dann noch, parallel zur fiktiven Welt, die Geschichte der realen Welt, die der Körper erlebte, während der Geist auf Abenteuern unterwegs war. Spuren der Vergangenheit. Eselsohren an Lieblingsstellen. Durch schwitzende Finger ausgeblichene Seitenränder, wenn der Mörder vor einer weiteren Gräueltat steht.
Zwei Geschichten, so verschieden und letztendlich doch nur eine. Die einen melancholisch an damals denken lässt, als man ein Buch nach dem anderen verschlungen hat. Und dann jedes Einzelne nochmal. Immer und immer wieder. An die Sehnsucht, kurz bevor der neue Band erschien. An die Tage, mit kleinen Vorräten verschanzt im eigenen Zimmer. Mit dem schönen, warmen Licht, das von der Wand reflektierte.
Im Halbdunkeln.

March232012
March42012
3AM
Interessante Metapher, ein Vergleich zum durchschnittlichen Discogänger, der sich anderen anpasst und ansonsten unförmig und ohne Eigencharakteristiken vorzufinden ist. </likeasir>

Interessante Metapher, ein Vergleich zum durchschnittlichen Discogänger, der sich anderen anpasst und ansonsten unförmig und ohne Eigencharakteristiken vorzufinden ist. </likeasir>

3AM
February262012

Destined to rise above all of the simplified answers they gave him.

Destined to rise above all of the simplified answers they gave him.

(Source: sleeplessnightsendlessthoughts)

February242012

(Source: stencilmag)

February232012

They’ll never listen because their minds are made up.

February212012
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